Renaturierung von Bergbauhalden

Renaturierung

Das Verbundvorhaben “CarboMass” will eine Optimierung im Bereich der technischen Weiterentwicklung und des Ausbaus der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Klärschlammaufbereitung erreichen.

Der innovative Ansatz bezieht sich auf eine regionale Klärschlamm- und Restbiomasseverwertung zum neuartigen Bodenersatzstoff „CarboMass“, der anschließend für die Renaturierung von Bergbauhalden eingesetzt werden kann.

Durch das CarboMass-Verfahren, kann der CO2-Ausstoß reduziert, Phosphor gebunden und der neue Bodenersatzstoff ohne weitere Aufbereitungsverfahren direkt eingesetzt werden.

CarboMass-Verfahren bedeutet: Klärschlämme so aufzubereiten, dass das übrige Substrat als Grundlage für eine Renaturierung von Bergbauhalden eingesetzt werden kann.

Nachhaltige Renaturierung

Ziel ist es, eine stabile Haldenbefestigung durch Bewuchs zu errichten und Erosionen durch Wettereinflüsse wie Wind und Regen zu minimieren. Um einen dauerhaften und sicheren Bewuchs sicherzustellen ist es notwendig eine bepflanzbare Grundlage auf die Halden aufzutragen. Dazu sollen in der Region anfallende Klärschlämme genutzt werden.

Im Prinzip kommen dafür alle Haldenformen in Frage. Ob überhaupt und welche Halden schlussendlich durch diese Maßnahmen renaturiert werden können, müssen die Ergebnisse aus dem Projekt zeigen und die Eigentümer der Halden entscheiden. Im Landkreis Nordhausen gibt es für die Kalihalde in Sollstedt einen ersten Interessenten der auch aktiv in dem Projekt eingebunden ist.

Zusammen mit kommunalen Partnern aus zwei Regionen der Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt werden die Potenziale kommunaler Prozesse für eine Kreislaufwirtschaft im Bereich Abwasser/ Klärschlammstoffstrom analysiert und strategische Optimierungsvorschläge erarbeitet.

Optimierungsziel ist die Verbesserung der regionalen Wasserqualität bei einer Weiterentwicklung der gewachsenen Strukturen. Inhaltlich steht die bedarfsgerechte und zukunftsorientierte öffentliche Aufgabenwahrnehmung im Fokus: regionales und nachhaltiges Wirtschaften in Kreisläufen kann mehr Ressourceneffizienz und Impulse zur ökonomischen Entwicklung der Region Südharz bewirken.

Die SEG ist im Projekt nicht direkt involviert, befindet sich aber mit einigen Akteuren, wie dem Wasserverband Südharz und der Hochschule Nordhausen, im Austausch um Potentiale für Mansfeld-Südharz zu eruieren.