Südharz-Josephskreuz

Unser Gewinnerbild aus dem Fotowettbewerb kommt von Frank Siebert.

Einheitsgemeinde Südharz

Natur. Tourismus. Holzwirtschaft.

Gemeinde Südharz

Postleitzahl: 06536, 06528

Einwohnerzahl: 26.037

Fläche: 236,38 km2

Ortsteile: 17

Bürgermeister: Peter Kohl (seit 2022)

Interview mit dem Bürgermeister Peter Kohl

Wir waren zu Besuch beim amtierenden Bürgermeister der Einheitsgemeinde Südharz, Peter Kohl, und durften mit ihm ein interessantes Gespräch über die Besonderheiten der Gemeinde führen.

Peter Kohl
Bürgermeister Peter Kohl, Foto: Einheitsgemeinde Südharz
Hallo Herr Kohl, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben. Was glauben Sie, schätzen die Bürgerinnen und Bürger an Ihrer Gemeinde? Was ist das Besondere an Ihrer Gemeinde?

Das Besondere an unserer Gemeinde ist, dass wir dem Namen „Südharz“ alle Ehre machen: Unsere ländliche Umgebung ist geprägt von schöner Natur und einem hohen Waldanteil, aber generell in vielen Bereichen sehr vielfältig. Von den 17 Ortsteilen ist keiner wie der andere. Wir haben unterschiedliche Mentalitäten vor Ort und ich finde es großartig, dass die Menschen diese bewahren möchten.

Gerade den ländlichen Raum erwarten momentan viele Herausforderungen. Welche Strukturwandel-Projekte haben Sie sich in Ihrer Amtszeit vorgenommen und wie ist der aktuelle Stand?

Für uns bedeutet Strukturwandel vor allem eines: Der Aufbau eines nachhaltigen Tourismus als Erwerbsquelle für die hier lebende Bevölkerung. Tourismus ist in meinen Augen nicht nur als schmückendes Beiwerk zu verstehen, sondern als Existenzsicherung vieler Menschen. Alle Projekte, die wir erarbeiten, unterstützen den Tourismus und die Lebensqualität vor Ort.

Wir haben viele Ideen für Strukturwandelprojekte, uns aber vorerst auf vier Schwerpunkte festgelegt. Das erste Projekt ist die Gestaltung eines Campingplatzes für mittlere und gehobene Ansprüche in Rottleberode am Teich. Die direkte Wasserlage hat seinen eigenen Charme. Außerdem möchten wir das Museum Alte Münze in Stolberg umgestalten und die Queste als Informationszentrum aufbauen.

Das Kulturschloss Roßla soll sich zukünftig als Stätte für Freizeit- und Bildungsangebote (z. B. Sport, Kunst, etc.) etablieren. Dies betrifft zwar nicht direkt den Bereich Tourismus, dennoch ist ein hochwertiges Lebens- und Bildungsangebot wichtig, um Fachkräfte zu halten. Eine zweite Idee ist, den InnovationsHub „Zukunft Holz + Klima“ gemeinsam mit der SEG und dem Landkreis Mansfeld-Südharz hier zu etablieren.

Alle Themen wurden im Lenkungsbeirat Strukturwandel vorgestellt und warten nun auf den Beschluss für entsprechende Fördermöglichkeiten. Danach werden wir in tiefere Planungen einsteigen.

Das klingt spannend! Haben Sie auch Pläne im Bereich Energie?

Ja, auf jeden Fall! Wir überlegen ständig, wie wir unsere Gemeinde mehr in das Thema Energiegewinnung lenken können. Zum Beispiel erarbeiten wir einen Flächennutzungsplan, in dem auch Flächen für Solar- und Windenergie ausgewiesen sein sollen. Unsere Gemeindeverwaltung in Roßla wollen wir bestenfalls über eigene Anlagen auf den Dächern „elektro-energieautark“ gestalten. Wir erhalten viele Anfragen von Investoren zur Pachtung bzw. von Eigentümern, die ihre Flächen gern mit Photovoltaik oder Windrädern ausstatten würden. Dazu laufen entsprechende Verhandlungen. Eine interessante Idee kam aus Breitenstein, in der es um die Installation eines Nahwärmenetzes in den nächsten Jahren geht, wenn die Straßen durch Kanalwasserarbeiten ohnehin geöffnet werden müssen.

Interessante Projekte! Ein starker Motor des Strukturwandels ist sicherlich die Industrie. Welche Branchenschwerpunkte sehen Sie in der Gemeinde?

Mit der Gipsindustrie und holverarbeitende Industrie haben wir zwei wesentliche Schwerpunkte im Südharz. Jedoch konzentrieren wir uns nicht nur auf die großen Branchen, sondern auch auf die mittelständischen und kleinen Unternehmen. Es ist besonders spannend, wie viele wir davon im Südharz haben und wie diversifiziert wir aufgestellt sind. Dazu zählen unter anderem Hotel- und Gaststättenbetriebe, die verarbeitende Industrie, Maschinenbau- sowie Handwerksunternehmen und die Landwirtschaft.

Es ist immer schön, wenn sich noch weitere Branchen bei uns ansiedeln möchten. Mit der Nähe zur A38 sind wir bestens gelegen und gut erreichbar.

Damit sind Sie wirklich gut aufgestellt. Was bietet Ihre Gemeinde jungen Menschen, neben den aufgezählten Branchen, damit sie bleiben?

Wir legen großen Wert auf unser gut aufgestelltes Kita-Netz, sodass die Bevölkerung kurze Wege hat. Uns ist es wichtig, auch in kleineren Ortschaften die Kitas weiterhin zu erhalten. Hinzu kommen unsere drei Grundschulen in der Gemeinde. Es gibt Überlegungen, die Hort-Standorte zusammenzulegen, um die Bildungsqualität zu steigern. Insgesamt sollte das Thema Familie im Mittelpunkt stehen, um den jungen Menschen Sicherheiten zu bieten.

Vereinstätigkeiten sind auch ein Vorteil, den wir im ländlichen Raum haben. Man kennt sich, man passt gegenseitig aufeinander auf. Das Zusammenleben ist sehr familiär im Südharz.

Und wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit der SEG?

In der Gemeindeverwaltung haben wir begrenzte Möglichkeiten in den personellen sowie zeitlichen Ressourcen und dem Know-how. Daher sind wir sehr dankbar, Unterstützung von der SEG zu bekommen und in der Strategieentwicklung eng zusammenzuarbeiten.

Der Gesamtüberblick der SEG über den ganzen Landkreis hilft uns, schneller gestalterisch tätig zu werden.

Das freut uns! War Bürgermeister denn schon immer Ihr Traumberuf?

Ich glaube als Jugendlicher kann man sich nicht vorstellen, dass man einmal Bürgermeister wird.

Eigentlich wollte ich gern Musiklehrer werden, was in der DDR durch meinen katholischen Hintergrund leider nicht geklappt hat. Als die Wende kam, bin ich zur Sparkasse gegangen und 30 Jahre geblieben… obwohl ich mir in meinem Leben nie eine Krawatte umbinden wollte :-).

Kommunalpolitik ist seit 15 Jahren mein Hobby und meine Arbeit als Bürgermeister macht mir viel Spaß. Ich will nicht sagen, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, aber das trifft es schon ein wenig.

Wir möchten unser Interview abschließen mit der Frage, wie man Sie am besten erreichen kann? Per Mail, Telefon oder persönlich?

Am besten erreichen Sie mich mit Ihrem Anliegen per E-Mail an peter.kohl@rossla.de. Wenn Sie mir ein paar Tage Zeit geben, erhalten Sie auf jeden Fall eine Antwort.

Nachhaltigkeit im Tourismus

Die Zukunftsfähigkeit der Region – dafür steht das Projektbüro für nachhaltigen Tourismus (PBNT) in Stolberg.

Im PBNT dreht sich alles um Nachhaltigkeit und Tourismus. Deshalb gehören sowohl individuelle Beratungen, Nachhaltigkeitschecks, Maßnahmenkataloge, Kooperationsformate, Netzwerk- und Informationsveranstaltungen sowie die Unterstützung bei Zertifizierungen und Förderprogrammen zum Portfolio des Projektbüros. Das PBNT soll vor allem als Vermittler dienen, um lokale Akteure und Akteurinnen sowie Menschen mit Expertise zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz zusammenzubringen.

Projektbüro für nachhaltigen Tourismus
Projektbüro für nachhaltigen Tourismus in Stolberg

Ziel ist hierbei, den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken, Schaffung von Mehrwerten für den Menschen vor Ort und gleichzeitig – mit Blick auf den Umweltschutz -, den touristischen CO2-Fußabdruck zu senken. Das Projektbüro richtet sich an die Gemeinden, touristischen Akteure und Akteurinnen, Unternehmen, Ortschaften und die Bevölkerung und soll zukünftig als zentrale Koordinierungsstelle dienen, um den nachhaltigen Tourismus in der Region voranzutreiben. Dadurch wird gewährleistet, dass sich der Landkreis Mansfeld-Südharz ökologisch, ökonomisch und sozial weiterentwickeln kann.

Um über die aktuellen Schritte, Meilensteine und Ziele des PBNTs berichten zu können, ist eine eigene Projektwebsite in Planung. Bis dahin, dienen die Kanäle der Standortentwicklungsgesellschaft Mansfeld-Südharz mbH zur Verbreitung der Informationen. Falls Interesse an einem persönlichen Gespräch besteht, kann sich auch vor Ort bei den Mitarbeiterinnen des Projektbüros für nachhaltigen Tourismus informiert werden.

Möchten Sie mehr über das Thema nachhaltiger Tourismus erfahren?

Ihr Kontakt zum Projektbüro für nachhaltigen Tourismus

Johanna Hillmann
03464 545 99-14
johanna.hillmann@lkmsh.de

Stolberg und die Reformation

Als Geburtsort des Reformators Thomas Müntzers kommt Stolberg in den nächsten beiden Jahren eine besondere Rolle zu. 2025 gedenken wir dessen 500. Todestag und dem Ende des Bauernkriegs. In dem eigens für Stolberg geschriebenen Theaterstück “Thomas Müntzer – Sohn Stolbergs” wird an sein Leben erinnert.

Einwohner Stolbergs, der Region Mansfeld-Südharz, Darsteller der „Schattenwelt Südharz“, Bewohner der „Villa Noah“ und Mitglieder des „AndersweltTheaters“ stehen dafür unter professioneller Anleitung auf der Bühne. Das Projektbüro Bauernkrieg unterstützt dabei sowohl das Theaterstück bis 2025 als auch die Ertüchtigung der Waldbühne in Stolberg.

Mit Spannung wird die Umgestaltung des Museums „Alte Münze“ erwartet. Hier kann der Besucher nicht nur den Weg vom Rohmetall zur Münze nachverfolgen und regelmäßige Münzprägungen live miterleben, es soll auch eine neue Dauerausstellung zu Thomas Müntzer entstehen. Die diesjährige Jahresmünze steht passend unter dem Thema „500 Jahre Thomas Müntzers Hochzeit mit Ottilie von Gersen“.

Stolberg - Thomas Müntzer Denkmal
Thomas Müntzer Denkmal in Stolberg

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Veranstaltungen zum 500. Todestag Thomas Müntzer und dem Bauernkrieg?

Ihr Kontakt zum Projektbüro „Bauernkriegsjubiläum“

Claudia Illiger
03464 566 08-30
claudia.illiger@lkmsh.de

Zukunft Holz & Klima

Die Region des Südharzes im Landkreis Mansfeld-Südharz bietet ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Innovationszentrums für eine nachhaltige und ganzheitliche Nutzung rund um das Thema Holz- und Forstwirtschaft. Der mögliche Standort des InnoHubs „Zukunft Holz & Klima” im Südharz bietet mit seiner räumlichen Nähe zu einer Vielzahl an Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft die notwendigen und synergiestiftenden Standorteigenschaften für den InnoHub. Die waldreiche Region mit ausgedehnten Laub- und Nadelwäldern ist durch die attraktive und bekannte Landschaft des Harzes und die historische Fachwerkstadt Stolberg touristisch gut erschlossen und verfügt über ein ausreichendes Angebot an Hotellerie und Gastronomie.

Am 22. November 2022 fand die Veranstaltung “ALLE unter einem BLATT” statt, bei der der InnoHub “Zukunft Holz & Klima” vorgestellt wurde. Die Standortentwicklungsgesellschaft Mansfeld-Südharz mbH, der Landkreis Mansfeld-Südharz und das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt luden dazu ins Gemeindehaus in Questenberg ein.

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten die Möglichkeit, sich über die geplanten Maßnahmen des InnoHubs zu informieren und Ideen einzubringen. Geplant ist ein Innovationsort für Kooperation, Aus- und Weiterbildung, Forschung, sowie Entwicklung und Innovation mit der thematischen Ausrichtung Holz im Landkreis.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der “KonzeptSPAZIERGANG” zu den Wirkungsräumen des InnoHubs. An verschiedenen Stationen wurden die geplanten Maßnahmen mit Grafiken visualisiert. Impulsvorträge von verschiedenen Experten und ein Infostand des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz sowie eine Pflanzaktion ergänzten das Programm.

Einige Impressionen der Veranstaltung haben wir für Sie in einem Video zusammengestellt. 

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Machen Sie mit beim Fotowettbewerb!

Für die nächste Wochenserie suchen wir Ihr schönstes Foto aus Eisleben und den Ortsteilen. Einsendeschluss ist der 23.04.2023

Jeden Monat küren wir ein Gewinnerbild, dass für einen Monat als Titelbild auf unserem Facebook-Kanal erscheint und auf unserer Webseite, als Titelbild für die jeweilige Gemeinde zu sehen sein wird. Zudem haben die Gewinnerbilder die Chance auf einen Platz im, für 2024 geplanten, Monatskalender Mansfeld-Südharz.

Und so funktioniert’s:

Immer zu Beginn eines neuen Monats werden wir über Facebook und Instagram dazu aufrufen, uns Ihre Bilder zu einer bestimmten Stadt oder Gemeinde zu senden.

Aus allen Einsendungen wählen wir drei Bilder aus, über die via Facebook und Instagram abgestimmt werden kann. Das Bild mit den meisten Stimmen gewinnt und ziert für einen Monat unser Titelbild bei Facebook.

Das gibt’s zu beachten:

  • Pro Person dürfen max. drei Bilder eingereicht werden
  • Reichen Sie nur Bilder ein, an denen Sie die Bildrechte besitzen, d.h. Urheber des Bildes sind
  • Es werden nur Bilder im Querformat für den Wettbewerb zugelassen
  • Die Auflösung der Bilder sollte mind. 150 dpi betragen
  • Es dürfen keine Personen abgebildet sein
  • Die Bilder müssen per E-Mail mit dem Betreff: „Wettbewerb Wochenserie“ eingereicht werden

Ihre Bilder senden Sie an ulrike.hausmann@lkmsh.de mit dem Betreff „Wettbewerb Wochenserie“.

Mit der Einreichung Ihrer Bilder erklären Sie sich mit unseren Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb einverstanden.

NEWSaus dem Südharz

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Die Personalstellen im Strukturwandel werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landkreis Mansfeld-Südharz gefördert.